 |
 |
 |
 | |
| |
Aktuelle Themen |
 |
| |
|
Zahlungsmoral deutscher Unternehmen im 4. Quartal 2008 trotz Finanzkrise leicht verbessert
Erfahren Sie mehr ...
Autohersteller als Klumpenrisiko für Zulieferer
Erfahren Sie mehr ...
| |
| |
| |
Praxis |
 |
| |
|
Die Deutschland AG ist Geschichte
Erfahren Sie mehr ...
|
|
| |
| |
Events |
 |
| |
|
D&B Expertenfrühstücke
Erfahren Sie mehr ...
|
|
| |
| |
Produkte |
 |
| |
| D&B Statusanalyse – Optimales Kreditmanagement erfordert umfassenden Blick auf alle Debitoren
Erfahren Sie mehr ...
| |
| |
 | |
| D&B Deutschland GmbH |
| Havelstr. 9 64295 Darmstadt |
 |
| T (0 61 51) 13 75-7 77 |
| F (0 61 51) 13 75-6 75 |
| service-de@dnb.com |
 | |
|
|
|
Akutelle Themen
Autohersteller als Klumpenrisiko für Zulieferer
- Außenstände, auf Konzernebene betrachtet, sind viermal höher als angenommen
- Transparente Unternehmensverflechtungen erleichtern Risikomanagement und verringern Zahlungsausfälle
Laut einer internationalen D&B Analyse sind die Außenstände der Zulieferunternehmen in der Automobilbranche oft größer, als es diesen selbst bewusst ist. Über sogenannte Family Trees bildet D&B die Unternehmensverflechtungen der Automobilhersteller ab. Die Zulieferer erhalten so einen Überblick über Hersteller sowie deren Tochterfirmen und Niederlassungen weltweit. Offene Rechnungen können somit als Gesamtbetrag einem Konzern zugeordnet werden. „Die Außenstände eines Zulieferers, auf einen ganzen Konzern gerechnet, können schnell das Drei- bis Vierfache dessen betragen, was er bisher nur einzelnen Tochterunternehmen zuordnen konnte“, erläutert Michael Seifert, Experte für die Automobilbranche bei D&B Deutschland.
Die Untersuchung des Family Tree für die Daimler AG ergab 338 Tochterunternehmen und Niederlassungen in Deutschland sowie 621 europaweit. Vor allem Niederlassungen, eigenständige Produktionsstandorte, ausgegliederte Motorsportabteilungen sowie zum Konzern gehörige weitere Automarken verlangen eine erhöhte Aufmerksamkeit bei den deutschen Automobilzulieferern. Volkswagen und BMW weisen ähnliche Strukturen auf. In Deutschland besitzen die beiden Konzerne 250 bzw. 131 Tochterunternehmen sowie 532 bzw. 282 in Europa.
Auch für ausländische Automobilkonzerne sieht das Bild ähnlich aus. General Motors (GM) unterhält 38 Tochtergesellschaften in Deutschland und 147 in Europa. Bei Ford sind es mit 36 zwei weniger in Deutschland: Europaweit gesehen sind es jedoch 320 und damit deutlich mehr als beim Konkurrenten GM.
Anzahl Tochterunternehmen und Niederlassungen
| | Deutschland | Europa | Weltweit |
| Daimler AG | 338 | 621 | 1218 |
| VW | 250 | 532 | 747 |
| BMW | 131 | 282 | 370 |
| General Motors | 38 | 147 | 1065 |
| Ford | 36 | 320 | 1105 |
| Toyota | 11 | 103 | 2238 |
Stand:Dezember 2008
Die oft schwer zu durchschauenden Unternehmensverflechtungen der Automobilkonzerne können bei den Zulieferern zu Klumpenrisiken führen. Bei der Annahme von Aufträgen und damit verbunden Lieferantenkrediten bleibt ihnen oft verborgen, dass einzelne Schuldner Teile ein- und demselben Konzerns sind. Wichtig für die Zulieferer im Umgang mit den Konzernrisiken ist, die Risiken zu identifizieren und sie zu analysieren, zu bewerten und kontinuierlich zu überwachen, damit sie bei Liquiditätsproblemen rechtzeitig eingreifen können. Anhand der Verflechtungen sollten die Kredit- und Risikomanager in der Lage sein, verdeckte Klumpenrisiken zu analysieren, Konzernausstände zu ermitteln und daraus Gruppenlimite festzulegen bzw. bestehende Einzellimite anzupassen.
„Die Krise der Automobilindustrie zeigt sehr eindrucksvoll die existenziellen Gefahren von Klumpenrisiken im Zusammenhang mit Automobilkonzernen“, erklärt Michael Seifert weiter. „Ein gute Organisation und Disposition der Kreditfunktionen vor allem bei mittelständischen Automobilzulieferern wird immer wichtiger, um die Herausforderungen der Krise zu bewältigen.“
Weitere aktuelle Themen: Deutsche Unternehmen zahlten im 4. Quartal 2008 ihre Rechnungen durchschnittlich 9 Tage nach Ziel
|
|